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{{Infobox Fernsehsendung|
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PJ= seit 1985|
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GENRE= Antiquitätenberatung|
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SEN = BR Fernsehen |
REGELMAESSIGKEIT = wöchentlich samstags
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'''Kunst + Krempel''' ist eine seit 1985 ausgestrahlte Sendereihe des Fernsehens des Bayerischen Rundfunks, in der Zuschauer alte Gegenstände aus ihrem Besitz präsentieren, sie durch Experten einordnen lassen und die Geschichte erzählen, die sie mit dem jeweiligen Gegenstand verbindet.

Die neueste Folge von ''Kunst + Krempel'' wird wöchentlich samstags um 19.30 Uhr im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt und am selben Abend auf ARD-alpha wiederholt. Eine weitere Wiederholung findet auf 3sat am darauf folgenden Samstag um 14.00 Uhr statt.

Ältere Folgen werden werktags um 14.15 Uhr im Bayerisches Fernsehen wiederholt, beziehungsweise können in der Mediathek, auch in den Mediatheken von ARD und 3sat, abgerufen und angesehen werden.

Die Themengebiete umfassen unter anderem die Bereiche , , Spielzeug, Schmuck, Militaria, Musikinstrumente, Uhren, religiöse Volkskunst. Aus den Anmeldungen für die Themengebiete wird für die jeweilige Veranstaltung im Vorhinein durch den Sender eine Auswahl getroffen.

Expertisen

Besprochen werden die von den Zuschauern präsentierten Gegenstände jeweils von zwei Experten ? dabei ist einer mehr fürs Kulturhistorische, der andere für die Beurteilung des Wertes auf dem Kunstmarkt zuständig. Dabei wird großer Wert auf die Darstellung des kunst- und kulturhistorischen Hintergrunds der Objekte gelegt, oft in Verbindung mit Erläuterungen zum handwerklichen Herstellungsprozess und Empfehlungen für eine eventuell notwendige Restaurierung.

Die Beratung und Bewertung durch die Experten ist für alle vom BR nach der Vorauswahl eingeladenen Gäste kostenlos, auch wenn ihr Gegenstand nicht in der Sendung erscheint. Zuschauer, die ihre Antiquitäten präsentieren möchten, müssen sich und ihre Objekte vorher beim ). Dabei können nicht immer alle Fragen endgültig geklärt werden, so müssen manche Zuschreibungen an bestimmte Künstler nur unter Vorbehalt oder als Verdacht geäußert werden. Mitunter werden auch die Zuschauer zur Mithilfe aufgefordert, wenn etwa ein auf einem Gemälde dargestellter Ort identifiziert werden soll. Gelegentlich werden in die Sendung daher auch kurze Rückblicke auf Objekte aus früheren Folgen eingefügt in denen über erst nach der Ausstrahlung (z. B. durch genauere Recherchen oder Hinweise von Zuschauern) bekanntgewordene Fakten bzw. auf dem Kunstmarkt erzielte Preise berichtet wird.

Die Experten sind laut BR renommierte Fachleute (gerichtlich vereidigte ), jeweils eine(r) aus einem Museum und dem Kunsthandel ? aus Deutschland und Österreich, z. B.:
  • Kunsthistoriker, z. B. Carl Ludwig Fuchs (? 2019) und Herbert Giese,
  • Volkskundler, z. B. Johannes Willers und ,
  • Mineralogen, z. B. Haidrun Wietler,
  • Direktoren bekannter Museen, z. B.:
    • Bernd Hakenjos (? 2006) (Direktor des Hetjens-Museums/Deutsches Keramikmuseum in Düsseldorf),
    • Bernhard Graf (ehemaliger Leiter des Spielzeugmuseums, Dorf- und Rebbaumuseums in Riehen),
    • Samuel Wittwer (Direktor der Schlösser und Sammlungen der ),
    • Helmut Ricke (ehemaliger Direktor des museum kunst palast in ),
    • Eszter Fontana (bis 2013 Direktorin des )
    • Hans Ottomeyer (bis 2011 Generaldirektor des Deutschen Historischen Museums in Berlin)
    • Frank Matthias Kammel, Direktor des Bayerischen Nationalmuseums
  • / -auktionatoren, z. B. Gert Nagel und Jan K. Kube
  • Restauratoren sowie
  • Musikwissenschaftler.

Besondere Exponate

  • Eine im April 2014 in der Sendung vorgestellte Pastellzeichnung einer Straßenszene am Berliner Alexanderplatz von Lesser Ury aus den 1910er-Jahren wurde von den Experten auf um die 130.000 ? geschätzt und erreichte Ende Juli 2017 bei der Versteigerung durch Christie?s in London einen Preis von umgerechnet 200.000 ? (mit Auktionsgebühren knapp 250.000 ?).<ref>

{{Internetquelle

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  • Am 15. November 2008 wurde das Gemälde ?Die Bergpredigt (Paulus in Lystria)? von in der Sendereihe vorgestellt, bei dem sich im Nachhinein herausstelle, dass es sich um vermeintlich verschollene Raubkunst handelte.
  • Am 5. Oktober 2013 wurde ein Gemälde mit dem Motiv '''' von vorgestellt. Die Experten schätzten den Wert in der Sendung auf 350.000 Euro bis 500.000 Euro. Bei einer Auktion von Sotheby?s in New York wurde das Gemälde im Jahre 2014 schließlich für 269.000 US-Dollar (Gebot 220.000 plus Gebühren) versteigert. Es ist damit immer noch einer der wertvollsten Kunstgegenstände, die jemals bei Kunst + Krempel gezeigt wurden.<ref>

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  | text    = Mexikanisches Bild von Velasco ? Sensationeller Dachbodenfund ? Kunst + Krempel ? br.de vom 3. Oktober 2013

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  • Als wertvollstes Exponat der Sendereihe gilt bislang das Gemälde ?Rathausplatz Breslau? (BILD, BR Fernsehen: Kunst + Krempel 1991 ?Breslauer Marktplatz?) des Berliner Malers Eduard Gaertner, welches 1991 gezeigt und auf einen Wert von ca. 1 Million DM geschätzt wurde. Es wurde später von der Bundesrepublik Deutschland für 1,3 Million DM für das Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg erworben.
  • In der Sendung vom 23. März 2019 wurde ein Heiligenbild aus dem 19. Jahrhundert vorgestellt, dessen Rückseite sich als ein aus vermutlich einer Ulmer Werkstatt vom Ende des 15. Jahrhunderts erwies. Quer über das historisch wertvollere Bild waren die Signatur und der Kaufpreis des neueren Heiligenbildes geschrieben worden. Trotz Beschädigungen und Beschnitt wurde dieses Bild zunächst um ein Vier- bis Fünffaches wertvoller als das Gemälde auf der Vorderseite geschätzt. Das wäre ein Wert von knapp 2.000 Euro gewesen. Eine weiterführende Recherche nach der Aufzeichnung ergab dann sogar einen Schätzwert von ca. 30.000 Euro.

Adaptionen anderer Sender

Eine Sendung desselben Konzeptes zeigt der NDR unter dem Titel ''Lieb & Teuer'' mit Janin Ullmann. Der WDR zeigte bis Anfang der neunziger Jahre unter dem Titel '''' ein ähnliches Format. Anfang des 21. Jahrhunderts wurden ähnliche Formate auf anderen Regionalprogrammen ausgestrahlt, wie etwa ''Kitsch oder Kunst?'', das beim HR von 2007 bis 2009 lief. Am 17. September 2006 startete auch beim SWR eine Antiquitätensendung unter dem Titel ''echt antik?!''. Der ORF sendet seit 2011 ein ähnliches, monatlich ausgestrahltes Format unter dem Titel ''Was schätzen Sie...?''.

Im englischsprachigen Raum gibt es ähnliche Konzepte unter dem Namen ''Antiques Roadshow''.

Das ZDF bietet unter dem Titel '''' mit Horst Lichter ein ähnliches Sendeformat, bei dem jedoch der zu erzielende Preis wichtiger ist als die kunsthistorische Einordnung. Hier können Privatleute ihre Objekte schätzen lassen und danach fünf Händlern zum Kauf anbieten, die aber von der vorangegangenen Expertenschätzung keine Kenntnis haben.

Einzelnachweise

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Literatur

Weblinks

  • ''Kunst und Krempel'' beim Bayerischen Fernsehen
  • ''Kunst + Krempel'' bei ''3sat.de''